Immer mit der Ruhe: Mit Gelassenheit durch den Alltag

von Katharina Sabetzer

Vor einigen Jahren saß ich an einem frühen Morgen mit ungeduldig zappelnden Beinen in einem Café und wartete auf einen Geschäftspartner. Ich verfluchte den dahin tickenden Sekundenzeiger meiner Uhr, der mir nur vor Augen hielt, wie viele Minuten ich hier wartend verschwendete, anstatt meine ewig lange To Do-List abzuarbeiten. Mehrere Projekte, die eigentlich alle gleichzeitig meine Aufmerksamkeit gefordert hätten, warteten auf mich im Büro, aber ich saß allein an einem Tisch, um einen Termin zu absolvieren, den mir mein Chef umgehängt hatte – und der für mein nicht erscheinendes Gegenüber so wenig relevant war, dass er ihn nicht einmal in seinen Kalender eingetragen hatte.

Frau im Blumenfeld Freiheit Gelassenheit myGiulia

Also wartete ich höflich, aber ungeduldig die akademische Viertelstunde ab, rief dann den Herrn an, hörte mir brav seine Entschuldigungen an und versprach, mich wegen eines neuen Termins zu melden. Dann eilte ich verärgert zurück ins Büro, um die verlorene Arbeitszeit irgendwie wieder einzuholen. Aber natürlich war just an diesem Tag der Stadtverkehr so dicht, dass die Straßenbahn nur im Schneckentempo voran kam.


Und plötzlich überfiel mich Ruhe.

Jetzt, viele Jahre später, frage ich mich manchmal, ob es eine Form von Fatalismus war, die ich damals verspürt habe. Aber ich kann mich