Hobbys mit Hirn

von Lisa Reinisch

Einen neuen Sport für sich entdecken, eine Fremdsprache erlernen oder zum Sudoku-Meister werden – manche Hobbys bieten mehr als reinen Zeitvertreib: sie halten unsere grauen Zellen fit und sollen sogar das Potential haben, uns vor Altersdemenz zu schützen. Doch was ist wirklich dran, am Hype ums gezielte Gehirntraining in der Freizeit?

Hände einer Seniorin am Klavier

Weltweit leiden 50 Millionen Menschen unter Demenz, bis 2050 soll sich diese Zahl sogar verdreifachen. Jede Demenz Diagnose stellt nicht nur eine Einzelperson vor eine tragische Herausforderung; ganze Familien und Freundeskreise sind davon betroffen. Denn der fortschreitende Verlust geistiger Fähigkeiten kann sich über Jahre erstrecken und bringt auch psychologische Veränderungen mit sich, die mit schwierigem Verhalten, Sinnestäuschungen und Identitätsverlust einhergehen können. Heilung oder auch nur Besserung ist in 90 Prozent aller Fälle nicht möglich.


Kein Wunder also, dass die Angst vor dem mentalen Verfall im Alter bei vielen groß ist. Ebenso ausufernd ist die Hoffnung auf effektive Prävention. Und hier kommen wir endlich zu den erfreulichen Nachrichten: eine der bewährtesten Vorbeugemaßnahmen gegen Demenz ist für jeden zugänglich und macht auch noch Spaß – sich neue Hobbys zuzulegen. Denn neben Bewegung, gesunder Ernährung und einem aktiven Sozialleben, gehört ein aktiver Geist zu den besten Methoden, das Gehirn langfristig gesund zu halten.